Medienbildung für Schulen

Begleitung statt Vorschrift.

Medienbildung für Lehrpersonen, Eltern und Schulleitungen: konkret, praxisnah, evidenzbasiert. Kein Alarm, keine Pauschalverbote, sondern Instrumente wie der Medienvertrag, die im Alltag tragen. Wenn Sie Interesse an einem thematischen Workshop haben, melden Sie sich einfach.

Das Anliegen

Womit Schulen heute kämpfen.

Die Anliegen sind da, die Antworten oft noch nicht. Wir setzen dort an, wo es konkret wird.

01

Verbot oder Regel?

6 CH-Kantone verbieten Smartphones, BL/BS nicht. Die Entscheidung fällt jede Schule selbst, der Druck ist da, die Antwort unsicher.

02

Klassenchats & Konflikte

Der Klassenchat ist das zweite Klassenzimmer: Ausgrenzung, Mobbing und geteilte Bilder passieren rund um die Uhr, ausserhalb der Aufsicht. Viele Schulen wissen nicht, wie sie reagieren sollen.

03

Elternabende

Der Wunsch ist da, die Unsicherheit auch. Reisserische Vorträge schaden, informierte Sorge hilft.

04

KI & Prüfungen

Angst vor Betrug, unsicherer didaktischer Umgang: Schulen müssen sich zu KI-Regeln positionieren.

05

Gaming-Kompetenz

Lehrpersonen kennen oft nur die Klischees, dabei wird Gaming als Chance und Lernraum übersehen.

06

Druck & Bildschirmzeit

Screen time wird schnell zum Sündenbock. Die eigentlichen Belastungen sind komplexer.

Für Lehrpersonen

Im Klassenzimmer.
Konkret.

Handyregeln statt Handyverbot
Medienvertrag im Klassenzimmer erarbeiten, technische Flankierung (MDM/Reflect), Kriterien als Alternative zum Pauschalverbot.
90 Min
Medienvertrag im Klassenzimmer
Vom Vertrag zur gelebten Vereinbarung: Klassenrat, Dokumentation, Rhythmisierung, damit die Regeln auch nach der ersten Woche tragen.
2 × 90 Min
Gaming als Methode
Minecraft als politische Bildung und Unterrichtswerkzeug: Prozesslernen, Kollaboration, Demokratiebildung statt Gaming-Klischees.
Halb-/Ganztag
Für Eltern

Am Familienabend.
Gemeinsam.

Medienvertrag am Familienabend
Wir nehmen eine Vorlage und füllen sie live gemeinsam aus. Ein Instrument statt Verbote, und jede Familie geht mit ihrem Vertrag nach Hause.
60–90 Min
Chancen und Gefahren
Ausgewogen: Welche Entwicklungschancen digitale Räume bieten (Autonomie, Kontakt, Kreativität) und wo ernste Risiken liegen (Grooming, Algorithmen, Bildrecht).
60 Min
Bildschirmzeit differenziert
Zeit ist nicht das Problem an sich. Wir lernen, die Nutzung als Signal für Bedürfnisse zu lesen und Technik als Flankierung einzusetzen.
60 Min
Für Schulleitungen

Vom Einzelkampf
zur Strategie.

Medienbildung gelingt nicht als Einzelmassnahme einzelner Lehrpersonen. Wir unterstützen Schulleitungen dabei, eine Schulweite Medienstrategie zu entwickeln, mit klarer Positionierung statt Verbot-Druck.

Schulweite Medienstrategie
Whole-School-Approach: Positionierung statt Verbot-Druck, Medienscouts aufbauen, Verantwortung klar verteilen, über einzelne Klassen hinaus.
2 Std
Der rote Faden

Der Medienvertrag

In fast allen Workshops steckt dasselbe Kerninstrument: der Medienvertrag, eine gemeinsam ausgehandelte Vereinbarung mit acht Inhaltsbereichen.

Zum Medienvertrag →
Ausgewogen

Chancen und Gefahren —
beides gleichwertig.

Keine Panik-Erzählung, kein Hype. Digitale Räume sind beides: Entwicklungsraum und Risikofeld. Wir sagen beides, mit Zahlen statt Bauchgefühl.

Chancen
  • Zugang und Teilhabe: Sozialraum auch für zurückgezogene und neurodivergente Jugendliche
  • Wissenszugang: 82 % der Jugendlichen bekommen über Social Media Zugang zu neuem Wissen (JIMplus 2026)
  • Autonomie und Selbstregulation: 73 % haben ihrem Algorithmus beigebracht, was er zeigen soll
  • Lernen und Kreativität: Gaming als Prozesslernen, Minecraft in Bildung und Therapie
  • Verbindung und Zugehörigkeit trotz räumlicher Distanz
Gefahren, ernst genommen
  • Digitale Gewalt und Grooming, deren Schaden durch Nicht-Offenlegung verstärkt wird
  • Algorithmische Sexualisierung: Plattform-Mechanismen, die Jugendliche zur Ware machen
  • Radikalisierung: Manosphere, rechtsextreme Subkulturen online
  • Bildrecht und Sexting: Verbreitung ohne Einwilligung
  • Dysregulierte Nutzung: exzessive Nutzung, Selbstregulations-Lücken

Wir verzichten auf Angst-Kommunikation: informierte Sorge kommt weiter als Alarm.

Ablauf

So läuft ein Workshop ab.

  • Vorgespräch: Bedarf, Zielgruppe, Zielsetzung klären
  • Massgeschneiderter Workshop (60 Min bis Ganztag)
  • Praxis statt Theorie: Vorlagen live ausfüllen, Fallbeispiele, Übungen
  • Materialien zum Mitnehmen für den Alltag
  • Optional: Nachgespräch und Begleitung nach dem Workshop
Zielgruppen

Für Schulen, Eltern und Institutionen

Wir passen Format und Inhalte an Ihre Situation an, von der einzelnen Klasse bis zur ganzen Schule, vom Elternabend bis zum Team-Tag.