Das Kerninstrument

Kein Verbot.
Eine Vereinbarung.

Der Medienvertrag ist kein Regelwerk von oben, sondern eine gemeinsam ausgehandelte Vereinbarung: Das Kind erarbeitet seine eigenen Regeln mit. Das führt zu höherer Akzeptanz, mehr Verständnis und einem Instrument, das auch ohne Aufsicht trägt.

Begleitung statt Vorschrift

Warum Partizipation wirkt.

Fremdverordnete Limits halten selten: Verbote werden umgangen, Regeln ohne Begründung nicht verstanden. Wenn ein Kind seine eigenen Regeln erarbeitet, versteht es das «Warum» und hält sich auch ohne Aufsicht daran.

Der Medienvertrag schaut auf die Bedürfnisse hinter der Nutzung, nicht nur auf die Minuten davor. Er ist Gesprächsanlass, nicht Kontrollinstrument.

Drei Prinzipien
  • Partizipativ: Das Kind erarbeitet seine eigenen Regeln
  • Begründet: Regeln mit «Warum», nicht mit «Weil»
  • Lebendig: Jährlich erneuern, anpassen, besprechen
Was der Vertrag abdeckt

Sieben Bereiche, wie beim
Online-Tool.

Diese Struktur stammt von mediennutzungsvertrag.de — dem bewährten Werkzeug von klicksafe und Internet-ABC.

Allgemeine Regeln

Grundprinzipien, die für die ganze Mediennutzung gelten: respektvoll bleiben, Regeln begründen, ansprechbar sein.

Zeitliche Regelung

Wann und wie lange Medien genutzt werden. Gemeinsam festgelegt, nicht verordnet.

Handy / Smartphone

Welche Apps, welche Einstellungen, welche Benachrichtigungen und was auf dem Gerät erlaubt ist.

Internet

Welche Seiten, welche Einschränkungen, was geteilt wird und was privat bleibt.

Fernsehen / Videos

Welche Formate, welche Zeiten, was gemeinsam angeschaut wird.

Digitale Spiele

Welche Spiele, welche Altersfreigaben, wie lange gespielt wird — und was bei neuen Spielen gilt.

Sonstige Verabredungen

Individuelle Vereinbarungen der Familie, die in keine Schublade passen.

Das Werkzeug

mediennutzungsvertrag.de

Ein interaktives Online-Tool von klicksafe und Internet-ABC, gebaut genau für diesen Zweck: Eltern und Kind füllen den Vertrag gemeinsam aus, online und ohne Installation. Am Ende gibt es eine PDF zum Ausdrucken, und über einen Code lässt sich der Vertrag jederzeit wieder öffnen und anpassen. Ausgezeichnet mit dem Comenius-Siegel.

Auch in der Schweiz nutzbar. Wer lieber eine Schweizer Variante nimmt: das Dossier «Regeln & Vereinbarungen» von Pro Juventute oder die Vorlage von zischtig.ch.

Für Eltern

Am Familienabend.
Gemeinsam ausgefüllt.

Im Workshop «Medienvertrag am Familienabend» öffnen wir direkt das Online-Tool mediennutzungsvertrag.de und füllen einen Vertrag gemeinsam live aus. Danach nimmt jede Familie ihren eigenen Vertrag mit nach Hause.

Praxistipp: den Vertrag jährlich erneuern, denn Kinder und Nutzung verändern sich schneller als das Papier.

Für Lehrpersonen

Im Klassenzimmer.

Der Medienvertrag funktioniert auch als Klasseninstrument: im Klassenrat erarbeitet, dokumentiert und rhythmisch nachgeführt. Vom Vertrag zur gelebten Vereinbarung statt Handyverbot mit Abschaltplan.

Vorlage & Beispiel

Einmal ansehen,
gleich ausdrucken.

Eine ausfüllbare Vorlage, die zeigt, wie ein Medienvertrag konkret aussehen kann: mit Musterformulierungen für alle sieben Bereiche. Zum Anpassen, Ausdrucken und Unterschreiben.

In der Vorlage
  • Kopf: zwischen Eltern und Kind, mit Datum
  • Alle sieben Bereiche mit Musterformulierungen
  • Lücken zum Ausfüllen, Felder zum Ankreuzen
  • Unterschriftszeilen für beide Seiten
  • Ausdruckbar als PDF
Weiterführendes

Quellen & Links für Eltern.

Was hilft bei Medienregeln, was hilft nicht — und wo man mehr findet.

Anleitungen & Überlegungen

Ein Instrument, das beide Seiten ernst nimmt.

Wir stellen Vorlagen und Überlegungen kostenlos bereit und begleiten Familien und Schulen, die den Vertrag leben wollen.