Digitale Räume.
Kompakt erklärt.
Ein kleines, kuratiertes Wiki über die digitale Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen: die wichtigsten Themen, Begriffe und Zahlen, kompakt und ohne Fachkauderwelsch. Vertiefungen gibt es auf den einzelnen Seiten.
Die Themen im Überblick.
Jeder Eintrag ist ein Einstieg, kurz erklärt und mit Link zur Vertiefung.
Klassenchats & Schul-Apps
Der Klassenchat ist das zweite Klassenzimmer. Regeln, Moderation, Datenschutz und ein Interventionsplan, damit der Raum nicht kippt.
Zum Thema →Gaming-Communities
Gaming-Räume sind Orte echter Gemeinschaft und demokratiestärkender Praxis. Wie Vereine sie führen, dass Mitbestimmung und Zusammenhalt wachsen.
Zum Thema →Radikalisierung
Digitale Räume sind Orte, an denen Radikalisierung beginnt und verhindert wird. Manosphere, rechtsextreme Subkulturen: erkennen, einordnen, handeln.
Zum Thema →Der Medienvertrag
Kein Verbot, sondern eine gemeinsam ausgehandelte Vereinbarung mit acht Inhaltsbereichen. Das zentrale Instrument für Eltern, partizipativ statt verordnet.
Zum Medienvertrag →Schutzkonzepte für digitale Räume
Regeln, Rollen, Massnahmen und Interventionsplan: Wie eine Institution digitale Räume verantwortungsvoll führt, dokumentiert und einführungsbereit.
Mehr erfahren →Chancen & Gefahren
Digitalität ist beides zugleich: Entwicklungschancen für Jugendliche und ernste Risiken. Wir benennen beide Seiten gleichwertig, ohne Alarm und ohne Hype.
Beide Seiten ansehen →Hacklab — Lernen am Scheitern
Offener Werkstattraum ohne Notendruck: ausprobieren, bauen, scheitern, verstehen. Upcycling, Reparatur und Selbermachen als Medienkompetenz.
Zum Hacklab →Begriffe, die man kennen sollte.
Medienvertrag
Gemeinsam ausgehandelte Vereinbarung zwischen Kind und Familie über die Nutzung digitaler Medien, partizipativ und mit acht Inhaltsbereichen.
Schutzkonzept
Dokument einer Institution, das digitale Räume verantwortungsvoll führt: Regeln, Rollen, Massnahmen, Interventionsplan.
Verbotdebatte
Die politische Diskussion um Smartphone-Verbote. 6 CH-Kantone verbieten; BL/BS ohne kantonales Verbot. Wir setzen auf Regeln statt Pauschalverbote.
Whole-School-Approach
Medienbildung als Aufgabe der ganzen Schule: Schulleitung, Lehrpersonen, Eltern und Schüler gemeinsam, nicht als Einzelmassnahme.
Informierte Sorge
Haltung statt Alarm: Risiken ernst nehmen und evidenzbasiert ansprechen, ohne Angst zu schüren. Alarme schaden der Glaubwürdigkeit.
Digitale Teilhabe
Digitalität als Sozialraum, der Zugang schafft, gerade für zurückgezogene oder neurodivergente Jugendliche.
Woher das Wissen stammt.
Das Wiki steht auf einer Grundhaltung: Virtuelle Räume sind echte Sozialräume. Digitale Teilhabe ist Befähigung zur selbstbestimmten Mitgestaltung, nicht nur Zugang zu Geräten. Diese Literatur trägt das Grundlagenkonzept.
- Robles, M. (2026). Postdigitale Lebenswelten als Echte Sozialräume: Zur Bedeutung von Gaming für Teilhabe und psychische Gesundheit Jugendlicher. Eigene Arbeit.
- Amstad, L., Haug, A., Rosset, S., & Schaub, M. P. (2022). Psychische Gesundheit von Jugendlichen in der Schweiz und in Liechtenstein. UNICEF Schweiz und Liechtenstein.
- Bernath, T., Haug, S., Amstad, L., & Schaub, M. P. (2020). JAMESfocus-Bericht 2020: Risiken und Schutz im Internet. ZHAW.
- Cloos, P., Köngeter, S., & Müller, B. (2020). Die Pädagogik der Kinder- und Jugendarbeit (3. Aufl.). VS Verlag für Sozialwissenschaften.
- Cohen, S., & Wills, T. A. (1985). Stress, social support, and the buffering hypothesis. Psychological Bulletin, 98(2), 310-357.
- Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ). (2024). Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz. Bundesamt für Sozialversicherungen.
- Lauber, A., & Erdmann, J. (2025). Sozialisation und postdigitale Sozialisationsräume. In E. Rösch & N. Brüggen (Hrsg.), Praxishandbuch (Post-)Digitale Kinder- und Jugendarbeit (S. 45-60). Beltz Juventa.
- Löw, M. (2001). Raumsoziologie. Suhrkamp.
- Makinen, M. (2006). Digital empowerment as a process for enhancing citizens' participation. E-Learning and Digital Media, 3(3), 381-395.
- Moser, H. (2019). Einführung in die Medienpädagogik: Aufwachsen im digitalen Zeitalter (6. Aufl.). Springer VS.
- Rösch, E., & Brüggen, N. (Hrsg.). (2025). Praxishandbuch (Post-)Digitale Kinder- und Jugendarbeit. Beltz Juventa.
- Sen, A. (1999). Development as freedom. Oxford University Press.
- Steiner, O. (2025). Fachliche Standards der Kinder- und Jugendarbeit in einer Kultur der Digitalität. In E. Rösch & N. Brüggen (Hrsg.), Praxishandbuch (Post-)Digitale Kinder- und Jugendarbeit (S. 178-190). Beltz Juventa.
- Stix, D. C. (2025). Praxishandbuch Beraten mit Social Media. Digitale Soziale Arbeit mit Jugendlichen (2. Aufl.). Beltz Juventa.
- Süss, D., Lampert, C., & Trültzsch-Wijnen, C. (2018). Medienpädagogik: Ein Studienbuch zur Einführung (3. Aufl.). Springer VS.
- Tajfel, H., & Turner, J. C. (1979). An integrative theory of intergroup conflict. In W. G. Austin & S. Worchel (Eds.), The social psychology of intergroup relations (S. 33-47). Brooks/Cole.
- Warschauer, M. (2004). Technology and social inclusion: Rethinking the digital divide. MIT Press.
- Wustmann, C. (2004). Resilienz: Widerstandsfähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern. Beltz.
Wissen anwenden im Workshop.
Unsere Workshops übersetzen das Wissen in den Schulalltag: für Lehrpersonen, Eltern und Schulleitungen.