Prävention für digitale Räume

Digitale Räume brauchen
Schutzkonzepte.

Die Digitalisierung kam zu spät: Ein grosser Teil der Jugendlichen ist in anonymen Räumen aufgewachsen, in denen verbale Gewalt normal war. Jetzt kommt diese Kultur in die Schulen, und plötzlich ist sie nicht mehr anonym. Wir helfen Institutionen, diese Form der Interaktion zu verstehen und zu begleiten.

Warum jetzt

Anonym aufgewachsen.
Plötzlich nicht mehr anonym.

Ein grosser Teil der Jugendlichen ist digital in anonymen Räumen gross geworden: Gaming-Server, Discord, TikTok, WhatsApp, ohne Gesicht, ohne Namen, ohne Konsequenzen. Dort war verbale Gewalt Alltag, und niemand hat moderiert oder eingegriffen. So wurde der Umgang miteinander gelernt.

Dann kam die Digitalisierung endlich in die Schulen, und mit ihr diese gelernte Interaktionskultur. Aber jetzt ist der Raum nicht mehr anonym: Es gibt Namen, Gesichter, Lehrpersonen und Konsequenzen. Genau hier sind Schulen überfordert: mit einer Form von Interaktion, auf die niemand vorbereitet hat.

Klassenchats Schul-Apps Gaming Vereins-Chats Social Media LMS
Was ist ein Schutzkonzept?

Ein Schutzkonzept beschreibt, wie eine Institution digitale Räume verantwortungsvoll führt:

  • Regeln & Verhaltensnormen für den digitalen Raum
  • Klare Rollen, Rechte und Zuständigkeiten
  • Technische Sicherheit, Datenschutz und Moderation
  • Prävention gegen Mobbing, Gewalt und Ausgrenzung
  • Interventionsplan für Vorfälle
  • Kommunikation mit Eltern, Trägerschaft und Behörden
Was wir anbieten

Vom Konzept bis zur Umsetzung.

Praxisnahes Training

Gesprächs-Simulator

Trainieren Sie heikle Gespräche gefahrlos: ein Chat-Simulator, in dem ein Bot die Rolle einer Person mit Radikalisierungszeichen, suizidalen Gedanken oder in einer Krise spielt.

Zum Simulator →
Dienstleistung

Schutzkonzept-Erstellung

Massgeschneiderte Schutzkonzepte: Analyse, Regeln, Rollen, Massnahmen, Interventionsplan, dokumentiert und einführungsbereit.

Mehr erfahren →
Prävention

Medienbildung & Workshops

Für Lehrpersonen, Eltern und Schulleitungen: Handyregeln statt Handyverbot, der Medienvertrag, Gaming als Methode, praxisnah und ohne Alarm.

Workshops ansehen →
Kostenlos

Freie Ressourcen

Checklisten, Vorlagen und Anleitungen, sofort nutzbar. Damit jede Institution sofort starten kann.

Ressourcen ansehen →
Prävention als Kooperation

Jeder verhinderte Fall ist ein Fall weniger, der eskaliert.

Digitale Gewalt, Radikalisierung und Übergriffe beginnen selten im Büro der Polizei, sondern im Klassenchat, im Gaming-Server, in der Jugendgruppe. Prävention muss dort ansetzen, wo junge Menschen digital leben.

Je mehr Institutionen Schutzkonzepte umsetzen und heikle Gespräche trainieren, desto weniger Vorfälle erreichen Behörden erst im eskalierten Zustand.

Was wir für Behörden leisten
  • Schutzkonzept-Vorlagen für Institutionen in der Region
  • Gesprächs-Simulator als präventives Training
  • Schulungen für Fachpersonen zu digitalen Räumen
  • Fallbegleitung bei Vorfällen in digitalen Räumen
  • Unterstützung bei Präventionskampagnen
  • Schnittstelle zwischen Schule, Jugendarbeit und Behörden
Ablauf

In vier Schritten zum Schutzkonzept.

01

Bestandsaufnahme

Wir schauen uns an, wo Ihre Institution digital stattfindet: Chats, Apps, Server, Social-Media-Accounts, gemeinsam mit Ihnen und den Jugendlichen.

02

Risikoanalyse

Welche Risiken sind realistisch? Wir bewerten Mobbing, Ausgrenzung, Gewalt, Datenschutz und besondere Gefährdungen nüchtern und konkret.

03

Schutzkonzept

Regeln, Rollen, Massnahmen, Interventionsplan, massgeschneidert, in verständlicher Sprache, mit Vorlagen für den Alltag.

04

Einführen & begleiten

Wir begleiten die Einführung, schulen die Verantwortlichen und bleiben Ansprechpartner, auch nach dem ersten Jahr.

Praxis statt Theorie

Aus der Jugendarbeit.
Für die Jugendarbeit.

internetkultur.ch entsteht aus jahrelanger Praxis: Jugendarbeit, eigene digitale Räume für Jugendliche, Unterricht und technische Umsetzung. Wir haben selbst Jugendchats betrieben, Apps für Jugendgruppen gebaut und digitale Projekte mit Schulen begleitet.

Deshalb kennen wir beide Seiten: die Sicht der Institutionen und die Lebensrealität der Jugendlichen. Unsere Schutzkonzepte sind nicht vom Schreibtisch, sondern vom Feld.

Unsere Grundsätze
  • Prävention vor Intervention, aber beides bereit
  • Augenhöhe: Konzepte werden mit, nicht über Jugendliche gemacht
  • Datenschutz und Persönlichkeitsschutz sind nicht verhandelbar
  • Klare Sprache, klare Regeln, klare Zuständigkeiten
  • Technik ist Mittel, nicht Zweck
Fragen

Häufige Fragen.

Für wen ist ein Schutzkonzept für digitale Räume nötig?

Für alle Institutionen, die mit Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen arbeiten und digitale Räume nutzen: Schulen und Klassenchats, Jugendgruppen, Vereine, Lager, Kitas, stationäre Einrichtungen. Wer digitale Räume öffnet, sollte wissen, wie er sie sicher führt.

Ist ein Schutzkonzept eine rechtliche Pflicht?

Die gesetzlichen Anforderungen an Sorgfalt und Kindesschutz gelten auch im digitalen Raum. Ein Schutzkonzept ist der beste Weg, dieser Sorgfaltspflicht konkret nachzukommen. Es ersetzt keine rechtliche Beratung, sondern liefert den praktischen Rahmen.

Was kostet ein Schutzkonzept?

Das hängt von Grösse und Umfang ab, und wir schauen im Gespräch zuerst, was überhaupt gebraucht wird. Die freien Ressourcen sind immer ein guter Einstieg.

Wie kooperieren Sie mit der Polizei?

Wir bieten Polizei und Behörden ein präventives Angebot als Partner an: Schutzkonzepte, Simulator-Training, Schulungen und Begleitung. Mehr auf der Seite für Behörden.

Digitale Räume verstehen.
Schutzkonzepte lesen.

Wir sammeln Anleitungen, Checklisten und Überlegungen, damit Institutionen digitale Räume sicher führen können. Falls Sie mehr brauchen als die freien Ressourcen, erzählen Sie uns davon.